Biketour Horben
Ein Samstagmorgen, wie er im Buche steht – oder zumindest beinahe.
Punkt 09.00 Uhr versammelten sich zehn gutgelaunte Mitglieder des RSV Buchrain beim Dorfschulhaus Buchrain (Noemi, Manu, Georg, Wisu, Urs, Joe, Joachim, Thomas, Pius und Tourleiter Rolf).
Die Stimmung war heiter, die Beine noch frisch, und der Bodennebel im Reusstal verlieh dem Start eine fast schon mystische Note – als würde man nicht einfach losfahren, sondern in ein kleines Abenteuer eintauchen.
Gemütlich wurde lospedalliert, stets mit einem Auge auf die Strecke und dem anderen auf die Kameraden beim Parlaren. Über Rain und weiter nach Hildisrieden führte uns die Route, vorbei an der Antonius-Kapelle in Traselingen, die still und ruhig am Wegesrand stand, während wir uns langsam warmfuhren.
Spätestens in Richtung Römerswil war dann auch der letzte Rest Morgenmüdigkeit verflogen.
Beim bekannten Volg-Laden gönnten wir uns eine wohlverdiente Pause. Auf der Aussenbank, mit Kaffee und Gipfeli ausgestattet, wurde gefachsimpelt, gelacht und – wie es sich gehört – bereits die erste Zwischenbilanz gezogen. Die einen lobten die Strecke, die anderen den Kaffee, und alle gemeinsam genossen einfach den Moment.
Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Sändertrail.
Was folgte, war Bikefreude pur. Der Trail ab dem Restaurant Herlisberg durch den Herlisbergerwald bis nach Retschwil präsentierte sich in bestem Zustand – flüssig zu fahren, abwechslungsreich und genau so, wie man es sich als Biker wünscht. Die Grinsen in den Gesichtern sprachen Bände.
Doch jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten – und so meldeten sich nach und nach die Muskeln. Leicht übersäuert, aber mit umso grösserem Hunger, erreichten wir den Land-Gasthof Linde in Müswangen. Während sich die meisten ein ordentliches Mahl gönnten, blieb Wisu standhaft und bestellte sich lediglich einen Salat. Eine Entscheidung, die später noch Gesprächsstoff liefern sollte. Denn der anschliessende Aufstieg Richtung Horben hatte es in sich. Mit gefüllten Mägen und zunehmend schweren Beinen wurde jeder Höhenmeter spürbar erarbeitet. Hier zeigte sich, wer beim Mittagessen eher auf „Leichtbau“ gesetzt hatte – oder eben nicht.
Oben angekommen, wich die Anstrengung rasch der Vorfreude. Der folgende Trail Richtung Heimat entschädigte für alles. Abwechslungsreich, verspielt und genau das, was man sich zum Abschluss einer gelungenen Tour wünscht. Noch einmal wurde jede Kurve ausgekostet, jeder Abschnitt genossen.
Am Ende wurde dem finanziell leicht angeschlagenen Verein in vorbildlicher Manier Rechnung getragen. Von den ursprünglich zehn Teilnehmenden wurden zuerst drei verabschiedet – ganz im Sinne einer sauberen Kostenkontrolle. Anschliessend gönnte sich die verbleibende Truppe das wohlverdiente Abschlussbier an der Landi-Tankstelle. Die Gesamtrechnung von Fr. 17.15 dürfte dabei als betriebswirtschaftliches Glanzresultat in die Vereinsgeschichte eingehen.
Und so bleibt die Erkenntnis: Es war eine rundum gelungene Frühlingsbiketour – mit allem, was dazugehört. Gute Leute, schöne Landschaft, sportliche Herausforderung und eine Portion Humor.
Und eines dürfte nach dieser Biketour für ein für alle Mal ebenfalls klar sein: Die Frage, wer künftig die Eröffnungstour organisiert, hat sich heute wohl auf sehr überzeugende Weise beantwortet.
Besten Dank für die Teilnahme.
